Der aus Armenien stammende französische Künstler Achot Achot gehörte zu den Gründungsmitgliedern der armenischen Avantgarde-Bewegung „Third Floor“ in Eriwan, bevor er 1989 in Paris in der Salpêtrière-Kapelle mit einer Ausstellung unter dem Titel „Die Avantgarde von Armenien nach Paris“ für Aufsehen sorgte.
Achot Achot stellt international aus: Seine theoretisch fundierte Kunst besticht zudem durch ihre technischen und künstlerischen Qualitäten. Seit 1988 folgt sein Schaffen den Vorgaben einer von ihm begründeten Bewegung, die sich unter anderem als „letzte Ausprägung/Richtung der abstrakten Kunst“ versteht – eine meditative und spirituelle Kunst, die eine tiefgreifende Wirkung auf den Betrachter ausüben soll. Seine Kunst ist spirituell, nicht religiös.
Achot Achots malerisches Werk stellt eine originelle Form dar, die er mit unterschiedlichen Mitteln und Medien („Träger“) unendlich oft wiederholt. Obwohl visuell anders, ist Achots fotografisches Schaffen mit einem Konzept in seiner Malerei verbunden, das er als „afactum“ bezeichnet – ein Name, den er all seinen künstlerischen Schöpfungen gibt: Malerei, Fotografie, Video, Installationen usw. Sein fotografisches Werk greift die spirituelle Grundlage auf, die man in seiner Malerei findet und die die Quelle seiner wahren Innovation ist. Seine Kompositionen sind reich an unbewussten und visuellen Bezügen zur armenischen Kultur und zu westlichen kunsthistorischen Traditionen. Doch in diesem neuen Ansatz zur Fotografie verzichtet er auf narrative Inszenierungen und Handlungsstränge: Vielmehr ist das Werk ein meditativer, kontemplativer Prozess. Wie in der Malerei ist jedes Foto einzigartig, das Ergebnis zahlreicher Studien auf Papier und Vor-Ort-Recherchen. Achot Achots Werk bewegt sich irgendwo zwischen Abstraktion und Figuration, zwei Kategorien, die er synonym verwendet, wobei er jedoch stets demselben „meditativen Feld“ folgt, das man in seinen zahlreichen Schriften findet.
